Homie

Kommunen stehen unter einem beträchtlichen Handlungszwang. Städte und Gemeinden laufen durch die zur Überbrückung gedachte Einrichtung von Notunterkünften Gefahr, Provisorien zu schaffen, die Nachbarschaften längerfristig prägen. Denn die Zahl der Flüchtlinge dürfte angesichts der weltweit schwelenden Konflikte in näherer Zukunft kaum abnehmen. Ein wichtiger Bestandteil des vom Fachbereichs Integrierte Stadtentwicklung erarbeiteten Konzepts ist daher die Definition baulicher und sozialer Mindeststandards, die in ein konkretes architektonisches Modell münden sollen. Gemeinsam mit verschiedenen Planungsbüros wird bereits an modularen Konzepten gearbeitet, die schnell realisierbar sind und bei einer Veränderung der Situation flexibel angepasst oder zurückgebaut werden können.

Der Vorteil der Arbeit mit standardisierten Grundelementen liegt vor allem darin, dass sie vergleichweise schnell errichtet werden können, was sich für die Kommunen auch kostenmindernd auswirkt. Baukulturelle Aspekte spielen dabei aber ebenfalls eine zentrale Rolle. Es können Räume für die gemeinschaftliche Nutzung integriert, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen geschaffen werden. Kleinere Einheiten bieten auch die Möglichkeit, die Unterkünfte besser in bestehende Quartiersstrukturen zu integrieren.